MEDAR

UX für eine landesweite Meldestelle

Eine digitale Plattform, die Sicherheit, Vertrauen und Barrierefreiheit verbindet.

Für die landesweite Meldestelle MEDAR entwickelte ich ein UX-Konzept, das Betroffenen ermöglicht, Diskriminierung sicher, anonym und niedrigschwellig zu dokumentieren.

Project Facts: MEDAR UX Design

Projekt: MEDAR - Melde- und Dokumentationsstelle antimuslimischer Rassismus NRW

Ergebnis: Live-Plattform zur landesweiten Dokumentation von Diskriminierungsfällen

Rolle: UX Konzeption, Interface Design, User Navigation

Auftraggebende: Interkultur e.V., Coach e.V., Netzwerkpartner in NRW

Fokus: Niederschwellige Meldung, Datenschutz, Barrierefreiheit

Konzept

Gemeinsam mit Interkultur e.V. und Coach e.V. entstand im Rahmen einer landesweiten Initiative eine digitale Meldestelle für antimuslimischen Rassismus.

Ziel war eine Plattform, auf der Betroffene und Zeug:innen diskriminierende Vorfälle sicher, anonym und niedrigschwellig melden können. Gleichzeitig sollte das System Daten für Dokumentation, Statistik und politische Arbeit bereitstellen.

Das Design musste dabei sowohl Vertrauen schaffen als auch die emotionale Situation der Nutzer:innen berücksichtigen.

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“Meriem hat die komplexen Anforderungen des Projekts schnell erfasst und in klare, benutzerfreundliche Lösungen übersetzt. Durch ihr ruhiges, professionelles Vorgehen und ihre Flexibilität in den zahlreichen Iterationen hat sie wesentlich dazu beigetragen, Vertrauen im Team aufzubauen und das Projekt erfolgreich voranzubringen.”

Bareen Wahed, Projektreferentin MEDAR, Coach e.V.

Besonderheiten &

Herausforderungen

  • Datenschutz & Sicherheit

    Schutz der meldenden Personen hatte höchste Priorität. Jede Designentscheidung musste den sensiblen Umgang mit persönlichen Daten berücksichtigen.

  • Vertrauen & Sensibilität

    Die Plattform sollte nicht nur funktionieren, sondern auch Sicherheit, Ernsthaftigkeit und respektvolle Ansprache vermitteln.

  • Komplexe Stakeholderstruktur

    Ministerien, NGOs und Entwickler:innen brachten unterschiedliche Anforderungen ein, die in ein konsistentes System übersetzt werden mussten.

  • Barrierefreiheit

    Klare Sprache, gute Lesbarkeit und mehrsprachige Zugänge sollten möglichst vielen Menschen den Zugang ermöglichen.

  • UX-Konzeption und Interface-Design als alleinige Designerin

  • Analyse bestehender Meldesysteme und Nutzerbedürfnisse

  • Entwicklung von Wireframes, Prototypen und responsiven Designs

  • Iterative Tests mit Projektteam und Nutzergruppen

  • Enge Zusammenarbeit mit Entwicklern zur Umsetzung sensibler Datenschutzanforderungen

Prozess

Verweisberatungs-Section, Desktop

Das finale Produkt ist eine niedrigschwellige, intuitive Meldestelle, die anonyme und sichere Meldungen ermöglicht und auch in emotional belastenden Situationen klare Orientierung bietet.

Die Plattform ist mittlerweile live und trägt zur landesweiten Dokumentation antimuslimischer Diskriminierungsfälle bei.

Ergebnis

Learnings

& Impact

Dieses Projekt hat gezeigt, wie wichtig iterative Zusammenarbeit mit Stakeholdern ist, besonders bei sensiblen gesellschaftlichen Themen.

Ich konnte meine Fähigkeit vertiefen, komplexe rechtliche und politische Anforderungen in funktionale Interfaces zu übersetzen.

Vor allem wurde deutlich:

UX ist mehr als Gestaltung. Es kann Räume schaffen, in denen Menschen Sicherheit, Vertrauen und Handlungsmöglichkeiten finden.